Plattenbaustoffe für die industrielle Weiterverarbeitung

Promat bietet seit über 50 Jahren in Deutschland und weltweit bewährte Plattenbaustoffe für alle Gebiete des baulichen Brandschutzes und zur industriellen Weiterverarbeitung an. Alle Promat-Brandschutzbauplatten zeichnen sich durch hervorragendes Verhalten unter Brandbedingungen aus. Sie sind großformatig, selbsttragend, besitzen sehr gute mechanische Eigenschaften und lassen sich leicht be- und verarbeiten. Besonders hervorzuheben sind Alterungsbeständigkeit und Stabilität bei geringem Gewicht.
Die große Vielfalt der Plattenbaustoffe und ihre jeweils verfügbaren Dicken gewährleisten eine wirtschaftliche und technisch optimale Anwendung für nahezu jeden Verwendungszweck, u.a. für:

  • Feuerschutzabschlüsse
  • Trennwandsysteme
  • Abgasanlagen
  • spezielle Deckenkonstruktionen
  • Brandschutz- und Entrauchungsklappen
  • Brandschutzverglasungen
  • Feuchträume
  • thermisch getrennte Bauteile
Für unsere Produkte liegen die erforderlichen Baustoffnachweise nach DIN 4102 bzw. EN 13501-1 vor. Leistungserklärungen können unter www.promat-ce.eu heruntergeladen werden.

Für die Anwendungsgebiete Schienenverkehr, Flugzeugbau und Schiffbau sind weitere spezifische Nachweise vorhanden.
Neben der amtlichen Güteüberwachung durch unabhängige Materialprüfanstalten wird die Herstellung der Brandschutzbauplatten streng qualitätsüberwacht. Bei der Herstellung wird neben den Brandschutzeigenschaften ein besonderes Augenmerk auf:

  • hygienische,
  • arbeitsmedizinische,
  • ökologische,
  • wirtschaftliche und
  • anwendungstechnische
Aspekte gelegt.

Diese Symbole signalisieren, dass das Produkt über weitere Nachweise verfügt: 
Nachweise nach IMO 

Nachweise nach EN 45545
Zuschnitt
Transport
Die Promat-Plattenbaustoffe werden in der Regel auf Paletten geliefert, die mit Kran oder Gabelstapler transportiert werden. Einzelne Platten sind hochkant zu transportieren.

Sägen/Allgemeines
Das Sägen ist problemlos wie bei Holz- oder Spanplatten. Es empfiehlt sich, ein hartmetallbestücktes Sägeblatt einzusetzen. Die Spaltkeileinstellung und Befestigung ist zu prüfen und ggf. neu einzustellen. Vorgesehene Schnitttiefe einstellen, die Zahnspitzen müssen ca. 15 mm aus dem Werkstoff herausstehen – eine optimale Einstellung garantiert lange Standzeiten der Kreissägeblätter. Die Platte muss sicher aufliegen und gegen Verschieben gesichert sein. Es ist für eine sichere Führung der Maschine zu sorgen. Es können handelsübliche Maschinen und Sägeblätter verwendet werden:
  • Handkreissägen mit Absaugvorrichtung für kleinen Baustelleneinsatz oder Anpassarbeiten
  • transportable Kreissägen mit separater transportabler Absaugvor-richtung, geeignet für größeren Baustelleneinsatz sowie für kleine bis mittlere Werkstattbearbeitung
  • Formatkreissägen mit Absaugvorrichtung für stationären Betrieb zum Herstellen maßgenauer Zuschnitte
  • vollautomatische Anlagen mit elektronischer Steuerung und Absaug-vorrichtung, stationär oder fahrbar.
Zur besonderen Beachtung
Bei der Bearbeitung (Sägen, Bohren, Schleifen etc.) entsteht Staub. Staub kann gesundheitsschädlich sein. Kontakt mit Augen und Haut vermeiden. Staub nicht einatmen. Staub ist abzusaugen. Die Staub-grenzwerte sind zu beachten. Sicherheitsdatenblatt anfordern.

Handkreissägeblätter

Durchmesser: Drehzahl: Zähne: 180 mm (je nach Maschine) ca. 3000 U/min 36 – 56 Stück/Sägeblatt

Stationäre Formatkreissägen

Die grundsätzlichen Angaben sind zu beachten. Die Platte ist gleichmä-ßig durch die Säge durchzuschieben, ohne abzusetzen. Der Handvorschub ist ausreichend.

Formatkreissägeblätter

Durchmesser: Drehzahl: Zähne: 300 – 400 mm ca. 500 – 1000 U/min 36 – 56 Stück/Sägeblatt

Trennanlagen/Ausführung mit automatischem Vorschub

Die Angaben der Hersteller sind zu beachten. Anmerkung: Die Zähnezahl beeinflusst die Standzeit der Kreissägeblätter – bei mehr Zähnen ergibt sich eine längere Standzeit. Stichsägen Stichsägen für kleinere Zuschnittarbeiten verwenden. Dafür nur gut geschliffene und hartmetallbestückte Sägeblätter einsetzen.

Bohren
Handelsübliche HSS-Bohrer verwenden.
Oberflächenbehandlung
Zur Herstellung von Oberflächenbeschichtungen sind marktübliche Anstrich- und Beschichtungssysteme geeignet. Die Herstellervorgaben sind zu beachten. Wir empfehlen, vor endgültiger Ausführung der Arbeiten Eigenversuche vorzunehmen.

Vorbehandlung
Promat-Plattenbaustoffe sind saugfähig und alkalisch (vgl. „Technische Daten“ der jeweiligen Platte). Hersteller geeigneter Produkte zur Vorbe-handlung der Platten können auf Anfrage genannt werden.

Die Platten werden vor dem Auftragen von Klebstoffen, Farben usw. grundiert. Handelsübliche alkaliresistente Grundiermittel sind hierzu geeignet. Es erfolgt eine Neutralisierung der Alkalität. Details auf Anfrage.

Witterungsschutz
Plattenbekleidungen, die der Witterung ausgesetzt sind, müssen durch geeignete Oberflächenbehandlung oder zusätzliche Abdeckungen geschützt werden. Einzelheiten hierzu erhalten Sie auf Anfrage von unserer Anwendungstechnik der Abteilung Industrie/OEM.

Verspachteln
Zum Verspachteln von Oberflächen und Plattenfugen im Innenbereich ist Promat®-Spachtelmasse oder Promat®-Fertigspachtelmasse zu ver-wenden. Die Brandschutzbauplatten sind mit einem Spalt von ca. 3 mm gegeneinander zu verlegen. Das Verspachteln erfolgt in drei Arbeitsgängen: Zunächst wird die Fuge in ganzer Tiefe mit Spachtelmasse ausgefüllt. Anschließend wird ein Fugenband eingelegt. Nach dem Anziehen bzw. Aushärten der Spachtelmasse wird die Fuge mit Spachtelmasse geglättet und ansatzfrei in der Fläche bis auf Null ausgezogen.

Darüber hinaus sind ggf. die Angaben der jeweiligen Promat-Konstruktionen und der amtlichen Nachweise für die Brandschutzkonstruktionen zu beachten. Es gelten die technischen Datenblätter der Spachtelmassen.

Streichen/Beschichten

Es können handelsübliche Dispersionsfarben verwendet werden. Das Vorstreichen erfolgt mit verdünnter Farbe (max. 10 % Wasser). Für den Deckanstrich wird die Farbe unverdünnt aufgetragen.

Weitere Informationen über Beschichtungssysteme für einzelne Promat-Plattenbaustoffe erhalten Sie auf Anfrage von unserer Anwendungstechnik der Abteilung Industrie/OEM.

Tapezieren

Nach entsprechender Vorbehandlung können alle Arten von Tapeten geklebt werden, z. B. Papiertapeten, Metallfolientapeten, PVC-Tapeten usw.. Für dekorative nichtbrennbare Oberflächen sind Silikatfarben und Glasseidengewebe zu verwenden.

Der Plattenuntergrund wird zunächst mit verdünntem Tapetenkleister oder streichfähiger Makulatur vorbereitet. Anschließend wird die Tapete eingekleistert und aufgebracht. Der Tapetenkleister ist entsprechend der Art der Tapete zu wählen.
Befestigungsmittel
Befestigungen/Allgemeines
Am wirtschaftlichsten lassen sich Befestigungen mit Pressluftklammergeräten herstellen, geeignete Geräte sind in Abhängigkeit von den erforderlichen Klammerabmessungen und der Art der Verbindungen zu wählen. Zur Herstellung tragfähiger Verschraubungen haben sich Elektroschrauber mit stufenlosem Getriebe und Rutschkupplung bewährt.

Die folgenden Tabellen geben Empfehlungen zu Befestigungsmitteln. Für Promat-Konstruktionen gelten die im amtlichen Nachweis bzw. im Konstruktionsblatt aufgeführten Vorgaben.


Klammern
Die Stahldrahtklammern können mit Haftlack beschichtet sein. Beim Klammern mit Pressluftklammergeräten muss mit einem Luftdruck von ca. 6 bis 8 bar gearbeitet werden. Das Klammern kann in der Plattenfläche oder in der Plattenkante erfolgen.

Nageln
Alternativ zur Verklammerung kann die Befestigung in Einzelfällen mit geeigneten Nageltypen erfolgen.

Schrauben

Zum Verschrauben der Promat-Brandschutzbauplatten untereinander oder an bzw. auf Unterkonstruktionen eignen sich besonders stählerne Senkkopfschrauben mit scharfem Gewinde, tiefem Gewindeeingriff, schlankem Kopf, kleinem Senkwinkel ≤ 75° und Fräsrippen bzw. ein-gelassenen Taschen am Schraubenkopf, z. B. ABC-SPAX® mit Multikopf bzw. für PROMATECT®-H Poppers®-Senco-Schrauben. Das Verschrauben ist sowohl in der Plattenfläche als auch in der Plattenkante möglich. Beim Verbinden von Platten sind Schrauben mit Teilgewinde zu verwenden. Diese Schrauben schaffen eine sichere und kraftschlüssige Verbindung ohne Spaltbildung („Sperren“ und Abheben der Bauteile). Die Bauteile werden durch die Verspannung zwischen den Schraubenköpfen und dem nur im unteren Bauteil eingreifenden Gewinde fest gegeneinander verbunden. Sie sind auch geeignet zum Verschrauben in Unterkonstruktionsbauteilen aus Stahlblech, Holz und Spanplatten.

Nach dem Einschrauben und Versenken der Schrauben sind die Grate abzustoßen und die Schraubenköpfe ggf. mit Promat®-Spachtelmasse oder Promat®-Fertigspachtelmasse zu verspachteln. In Feuchträumen und im Außenbereich sind dafür Zementspachtel zu verwenden. Bei sichtbarer Verschraubung sind „Senkschrauben“ mit 90° Senkwinkel zu verwenden. Es ist mit Vorreibern vorzubohren, die Schraubenköpfe sind zu versenken.

Die Schraubenlänge wird bestimmt durch die Angaben in den Promat-Konstruktionsblättern und den amtlichen Nachweisen für die Brandschutzkonstruktionen. Allgemein muss die Schraubenlänge ca. das 2,5-fache der Dicke des zu befestigenden Bauteils aus Promat-Brandschutzbauplatten betragen.

Abhängig vom Einsatzgebiet und der Anwendung sind veredelte Senk-kopfschrauben zu verwenden.

Geeignete Schraubentypen nennt Ihnen auf Anfrage unsere Anwendungstechnik der Abteilung Industrie/OEM. Die technischen Daten und Abmessungen der Schrauben sind den Datenblättern der jeweiligen Hersteller zu entnehmen.